MENSCH | Sprachcamp in Portaferry

Vor uns liegt ein großes Rasenfeld. Darauf, zwei Mannschaften mit behelmten Spielern, die mit seltsam geformten Holzschlägern einen Ball durch die Luft in Richtung der Tore mit überlangen Torpfosten schlagen und sich dabei nicht selten harte Zweikämpfe liefern. Mehrere Trainer, die Anweisungen quer übers Feld schreien. Eine große Anzeigetafel, die je Mannschaft zwei Werte anzeigt. Rund ums Feld viele begeisterte und mitfiebernde Fans. Und dazwischen wir, eine Gruppe von 10 Schülerinnen und Schülern sowie drei Erwachsenen aus Hessen, die gerade zum Sprachcamp in Nordirland sind. Große Augen, Irritation, fragende Blicke. Aber dank unseres Gastgebers und einiger auskunftsfreudiger Nordiren wissen wir bald, dass hier Hurling gespielt wird – eine Art Nationalsport der Iren – , dass eine Mannschaft aus 15 Spielern besteht, neben Toren auch Punkte gezählt werden, der Ball auch gefangen werden darf u.v.m.

So wie dieses Erlebnis, bei dem wir ganz ungezwungen Einheimischen begegnet sind, sie und ihre Kultur ein Stück weit kennengelernt haben und ganz nebenbei die englische Sprache üben konnten, gab es die ganze Woche viele Gelegenheiten, Erfahrungen zu sammeln: ob beim Gottesdienstbesuch mit anschließendem Kirchencafé oder bei einer interaktiven Ortsrallye, beim Brotbacken oder Müllsammeln, beim Besuch von Castle Ward, einer Ausstellung zur Geschichte von Portaferry oder des Exploris-Aquariums, bei Einladungen zum Abendessen und zur Teatime oder beim gemeinsamen Sport mit nordirischen Jugendlichen. Daneben gab es vormittags English Units, um gezielt grammatische Themen zu besprechen, den Wortschatz zu verschiedenen Themengebieten erweitern und Lese- und Hörverständnis zu üben. Und natürlich spielte auch die Gemeinschaft in der Zeit eine große Rolle: beim gemeinsamen Kochen, bei Spieleabenden, den freien Zeiten und dem allabendlichen Tagesabschluss mit Gesang, Gebet und christlichem Impuls.

Vielen Dank, Gott, für diese geniale und gesegnete Woche!

Nadine Knauf (Projektleitung MENSCH)

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